Update · Version 1.3

dB Ride 1.3: Alles kostenlos. Keine Werbung.… und jetzt mit Frequenzanalyse, Lärmdosimeter und Langzeitmessung

Mit Version 1.3 fällt die Werbung weg, und Premium gibt es nicht mehr: Alle Funktionen sind für alle frei – ohne Kauf, ohne Abo, ohne Konto, ohne Tracking. Dazu kommt das größte Update seit dem Start: Frequenzanalyse in Terzbändern, Profi-Messgrößen, ein Lärmdosimeter für den Arbeitsschutz, Langzeitmessung als Lärmprotokoll, Geräteprofile, Widgets und eine überarbeitete Bedienung. Im Mittelpunkt bleibt die Frage, für die dB Ride gemacht ist: Wie laut ist es bei welchem Tempo?

Veröffentlicht im Oktober 2026

0 €keine Werbung, keine In-App-Käufe, kein Abo
25 Hz–16 kHzLive-Spektrum in Terzbändern, Spektrogramm, dominante Frequenz
A · C · Zdirekt auf dem Messbildschirm umschaltbar, nach IEC 61672
EU · NIOSH · OSHALärmdosimeter mit LEX,8h, Dosis und Restzeit
1 minMinutenwerte und Ereignisse in der Langzeitmessung
±30 dBKalibrier-Assistent und Geräteprofile pro Handymodell

1. Komplett kostenlos – ohne Werbung und ohne Tracking

Bis Version 1.2 hat sich dB Ride über Werbung finanziert, und Premium gab es als Einmalkauf. Damit ist Schluss: Ab 1.3 zeigt die App keine Werbung mehr und enthält kein Werbe-SDK. Sie liest keine Werbe-ID aus, fragt nicht nach einer Tracking-Erlaubnis und bietet keine In-App-Käufe an. Ein Konto brauchst du weiterhin nicht, und deine Messungen bleiben auf deinem Gerät.

Alle früheren Premium-Funktionen sind jetzt für alle frei – und auch alles, was mit 1.3 neu dazukommt:

  • Vergleich von bis zu 8 Messungen mit Diagramm und Differenz in dB – inklusive Speichern, Teilen als Bild und Battle Mode.
  • CSV-Export mit Rohdaten für Excel, Numbers oder Google Sheets.
  • PDF-Messbericht mit Diagramm, Karte und Messwerten.
Du hast Premium gekauft?

Dann musst du nichts tun. Dein Kauf bleibt gültig, und alles, was Premium freigeschaltet hat, steht dir weiter zur Verfügung – jetzt eben allen. Danke, dass du dB Ride unterstützt hast!

2. Frequenzanalyse: Wind oder Reifen?

Ein Pegel sagt, wie laut es ist. Das Spektrum zeigt, was laut ist. Wische auf dem Messbildschirm über die Pegelkurve:

  • Live-Spektrum in Terzbändern von 25 Hz bis 16 kHz – berechnet mit einer Filterbank nach IEC-61260-Bauart, mit Spitzenwert-Markern, der dominanten Frequenz (z. B. Motorbrummen oder ein Pfeifen) und den Anteilen tief / mittel / hoch.
  • Spektrogramm als Wasserfall der letzten 15 Sekunden.
  • Einordnung: tief (unter 250 Hz) Motor, Abrollen, Dröhnen · mittel (250 Hz – 2 kHz) Reifenprofil, Fahrbahn · hoch (über 2 kHz) Wind, Zischen. Das ist eine grobe Einordnung, keine Diagnose.

Jede Aufnahme speichert die Frequenzen mit. Daraus entstehen in der Auswertung neue Ansichten:

  • Frequenzen: Oktavbänder der ganzen Messung in A, C oder Z.
  • Frequenz nach Tempo: die Anteile tief / mittel / hoch je Tempostufe. Wächst mit dem Tempo der hohe Anteil, passt das zu Windgeräusch. Wachsen tiefe und mittlere Frequenzen, eher zu Abroll- und Reifengeräusch. Mehr dazu: Windgeräusche im Auto und Reifen oder Radlager?
  • Frequenzvergleich: die Oktav-Differenz zu einer Referenzmessung – etwa vor und nach dem Dämmen. So siehst du, wo es leiser geworden ist: im Dröhnen bei 63 Hz oder im Rauschen bei 1 kHz. Mehr dazu: Auto dämmen: vorher/nachher
  • Die Frequenzen stehen außerdem im Teilen-Bild, in der CSV und im PDF-Bericht.

Grenzen: Handymikrofone messen unter etwa 50 Hz und über etwa 10 kHz weniger genau, die Kalibrierung gilt bei 1 kHz. Vergleiche mit demselben Handy an derselben Stelle bleiben aussagekräftig. Messungen aus Versionen vor 1.3 haben keine Frequenzdaten.

3. Profi-Messgrößen und A/C/Z auf dem Messbildschirm

Ein Tipp auf den großen Pegel öffnet die Profi-Werte – live, mit Normbezeichnung nach IEC 61672 und kurzer Erklärung:

  • LAF (Fast, 125 ms) und LAS (Slow, 1 s)
  • LAeq – der energetische Mittelwert, in der App das Ø
  • LAFmax / LAFmin und LCpeak (C-bewerteter Spitzenwert)
  • die Perzentile L10 / L50 / L90: laute Spitzen, Median und Grundgeräusch

Die Frequenzbewertung A, C oder Z schaltest du jetzt direkt auf dem Messbildschirm um – ohne Umweg über die Einstellungen. Bei dB(C) oder dB(Z) steht in den Profi-Werten C bzw. Z statt A.

4. Lärmdosimeter für den Arbeitsschutz

Wie viel Lärm kommt über einen Arbeitstag zusammen? Das neue Lärmdosimeter rechnet mit drei Normprofilen: EU 2003/10/EG bzw. LärmVibrationsArbSchV, NIOSH und OSHA.

  • LEX,8h (bzw. TWA), Dosis in Prozent und Restzeit bis 100 %
  • Hochrechnung auf deine Schichtlänge
  • LCpeak-Ampel für Spitzenwerte (135 / 137 / 140 dB(C)) und Marken für die Auslösewerte 80 und 85 dB(A)
  • misst im Hintergrund weiter, die Benachrichtigung zeigt Dosis und LAeq
  • PDF-Protokoll zum Teilen

Das Dosimeter ist eine Orientierungshilfe, keine Messung nach DIN EN ISO 9612 und kein geeichtes Gerät. Was die Werte bedeuten und wo die Grenzen liegen, steht im Ratgeber Lärm am Arbeitsplatz messen.

5. Langzeitmessung: das Lärmprotokoll

Für Lärm, der nicht im Auto entsteht: Nachbarn, Straße, Baustelle, Gaststätte. Die Langzeitmessung läuft stundenlang, auch über Nacht und bei ausgeschaltetem Bildschirm.

  • Minutenwerte (1-min-LAeq) und Stunden-Leq
  • Ereignisse über einer Schwelle mit Beginn, Dauer und Höchstwert
  • Tag / Nacht-Auswertung mit lautester Nachtstunde
  • Start und Ende planbar, z. B. von 22 bis 6 Uhr
  • PDF-Protokoll und CSV (Minutenwerte, Ereignisse)

Das Protokoll ist eine Gedächtnisstütze, kein Gutachten. Wie du es sinnvoll mit Notizen kombinierst, steht im Ratgeber Lärmprotokoll erstellen.

6. Pegelalarm

Im Lärmdosimeter und in der Langzeitmessung meldet ein Pegelalarm, wenn eine Schwelle überschritten wird – wahlweise für LAF, LAS oder einen gleitenden LAeq. Der Alarm kommt per Vibration, als Banner in der App oder als Hinweis in der Benachrichtigung. Einen Ton gibt es bewusst nicht, weil er mitgemessen würde.

7. Lautstärke nach Tempo und Vergleich nach Tempostufen

Die Auswertung „Lautstärke nach Tempo“ zeigt den Durchschnittspegel jetzt als Balkengrafik – in 20-km/h-Stufen bzw. in 10-mph-Stufen, wenn du Meilen eingestellt hast. Du findest sie in der Detailansicht jeder Messung und im Teilen-Bild. Im Vergleich stehen die Messungen jetzt auch nach Tempostufen nebeneinander – mit Ø (Leq) und der Differenz zur Referenz. So siehst du auf einen Blick, ob die neuen Reifen bei 100 km/h leiser sind als die alten. Mehr dazu: Reifen-Abrollgeräusch messen.

8. Kalibrier-Assistent und Geräteprofile

Unter Einstellungen → Messung & Kalibrierung führt dich ein Assistent in drei Schritten durch die Kalibrierung:

  1. Vorbereiten: Handy und Referenzgerät direkt nebeneinanderlegen, beide auf dB(A), dazu ein gleichmäßiges Geräusch – ideal sind etwa 60–80 dB.
  2. Messen: dB Ride mittelt den Pegel über 30 Sekunden, du liest währenddessen das Referenzgerät ab.
  3. Abgleichen: Wert des Referenzgeräts eingeben – dB Ride berechnet den Offset (bis ±30 dB) und korrigiert damit alle neuen Messwerte.

Als Referenz eignet sich ein geeichtes Schallpegelmessgerät oder auf dem iPhone die kostenlose App „NIOSH SLM“. Feinjustieren per Regler geht weiterhin in 0,5-dB-Schritten.

Neu: Geräteprofile. Liegt für dein Handymodell ein Kalibrierwert vor, nutzt dB Ride ihn automatisch. Die Profile werden über dbride.de aktualisiert – ohne App-Update. Du kannst deine eigene Kalibrierung freiwillig für andere Nutzer desselben Modells beitragen. Dabei gehen nur Modell, Systemversion, Mikrofonquelle und Kalibrierwert mit, kein Standort, kein Name und keine Geräte-ID. Gesendet wird nur, wenn du selbst auf „Teilen“ tippst. Eine eigene Kalibrierung bleibt immer genauer, weil jedes Exemplar etwas streut.

9. Widgets und Schnellzugriff

  • Homescreen-Widgets (Android): „Letzte Messung“ mit MAX, Ø und Tempo sowie „Schnell messen“.
  • Schnelleinstellungs-Kachel (Android): öffnet den Messbildschirm aus dem Benachrichtigungsbereich.
  • App-Shortcuts: Langdruck aufs App-Icon führt direkt zu „Messung starten“, „Meine Messungen“ oder zum Lärmdosimeter.

Aus Sicherheitsgründen öffnen Widget, Kachel und Shortcut nur den Messbildschirm – die Aufnahme startet nie automatisch.

10. Bedienung und Fahrsicherheit

  • Keine Dialoge während der Fahrt: Solange du fährst oder eine Aufnahme läuft, blendet dB Ride keine Dialoge und Overlays ein.
  • Ergebnis direkt nach dem Speichern: Nach STOP und Speichern landest du sofort in der Auswertung.
  • Meine Messungen: Wischen zum Teilen oder Löschen (mit Rückgängig), lange drücken für die Mehrfachauswahl – zum Vergleichen oder Löschen mehrerer Messungen.
  • Namensvorschläge beim Speichern und eine klare Anzeige, ob GPS bereit ist – ohne GPS wird es eine Standmessung.
  • Einheit nach Region: km/h oder mph richtet sich jetzt nach deiner Region, nicht mehr nach der Sprache.

11. Messkern und „Wie misst dB Ride?“

  • A-, C- und Z-Bewertung nach IEC 61672: dB(A) für das, was du hörst, dB(C) für tiefes Dröhnen, dB(Z) ungewichtet. Mehr dazu in der Dezibel-Tabelle.
  • Zeitbewertung Fast (125 ms) und Slow (1 s): wie bei einem Schallpegelmesser.
  • Leq: Durchschnittswerte werden energetisch gemittelt, wie bei Schallpegelmessern üblich.
  • „Wie misst dB Ride?“ Ein Tipp auf das Info-Symbol im Messbildschirm zeigt Mikrofonquelle, Frequenz- und Zeitbewertung, Frequenzanalyse und deinen Kalibrier-Offset – und ordnet die Genauigkeit ehrlich ein. Hintergründe im Ratgeber Wie genau misst das Handy?

12. Kleinere Verbesserungen

  • CSV direkt in Excel: Die CSV-Datei öffnet sich auch in deutschem Excel sofort mit den richtigen Spalten und Dezimalzahlen.
  • Weniger Akkuverbrauch: Mikrofon und GPS pausieren, sobald die App ohne laufende Aufnahme im Hintergrund ist. Laufende Aufnahmen, Dosimeter und Langzeitmessung sind davon nicht betroffen.
  • Englisch als Fallback: Ist dein Gerät weder auf Deutsch noch auf Englisch eingestellt, startet die App auf Englisch.

Das Update wird über Google Play und den App Store verteilt. Je nach Store und Gerät kann es etwas dauern, bis es bei dir ankommt. Fragen oder Probleme? Schreib uns über den Support. Was in Version 1.2 neu war, steht unter Neu in 1.2.

Alles drin. Nichts zu bezahlen.

dB Ride ist kostenlos für Android und iOS – ohne Werbung, ohne In-App-Käufe, ohne Konto. Messen mit Tempo, Frequenzanalyse, Vergleich von bis zu 8 Messungen, Lärmdosimeter, Langzeitmessung sowie CSV- und PDF-Export sind für alle frei.